Transparenz bei den CO2-Emissionen der Städte

CO2-Mapping

Um den aktuellen Status von Städten beim Klimaschutz abzubilden, ist Transparenz bei den CO2-Emissionen notwendig. Nur auf einer transparenten Datenbasis können wirkungsvolle Maßnahmen entwickelt, bewertet und gesteuert werden.

Das Wachstum der Welt spielt sich vor allem in den urbanen Zentren ab: Schon heute lebt mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten, rund 80 Prozent der globalen Treibhausgase werden dort emittiert. Damit spielen Städte und Kommunen eine zentrale Rolle für Energiewende und Klimaschutz. Aber es fehlt an Instrumenten, um die Notwendigkeit des Klimaschutzes in diesen Ballungsräumen sichtbar zu machen.

Es reicht nicht aus nur eine Kennzahl zu berechnen, wie dies bereits in vielen Städten im Rahmen der CO2-Bilanz getan wird. Vielmehr ist es notwendig die Werte zu visualisieren, aufzuzeigen in welchen Sektoren das meiste CO2 anfällt, wo es am stärksten reduziert werden kann und wo dies am einfachsten umsetzbar ist. Der Idealfall wäre eine mit Sensoren ausgestattete Stadt, die aktuelle Umweltwerte und die CO2-Emissionen erfassen. Eine solche Stadt gibt es in Deutschland noch nicht. Mit den bereits bestehenden Möglichkeiten der Digitalisierung, ist es aber möglich, sich diesem Ideal anzunähern.

Daten bereitstellen für die Energiewirtschaft

Gleichzeitig steht die Energiewirtschaft vor der Herausforderung, dass viele Geschäftsmodelle und Analysen von der Beschaffung belastbarer Daten abhängig sind. An dieser Schnittstelle setzt das Projekt „Datenbereitstellung für die Energiewirtschaft - Demonstrator“ an. Der Demonstrator soll die Herkunft und Konzentration von CO2 an mehreren Standorten (Stadtgebiete) in Deutschland im Detail erfassen, visualisieren und vergleichen. Die CO2-Emissionen werden dabei durch ein Zusammenspiel statistischer und gemessener Daten eruiert. Auf diese Weise soll ein Tool entstehen, das aufzeigen kann, wie mögliche nächste Schritte in der Klimapolitik aussehen könnten.

Das Tool dient nicht nur der Analyse – sondern auch der Steigerung der Akzeptanz. Mit einer visuellen und innovativen Darstellung von ausgewählten Kennzahlen kann das Verständnis der Bevölkerung im Kontext CO2 gestärkt werden.

Digitalisierung als Schlüssel zum Klimaschutz

Gerade im Bereich Digitalisierung herrscht große Unsicherheit, wenn es um Themen wie Blockchain oder Künstliche Intelligenz geht. Dabei bieten gerade diese Technologien für den Klimaschutz enormes Potenzial. Deshalb ist es besonders wichtig, den Austausch zwischen ExpertInnen zu Datenplattformen und -ökonomie im Umgang mit öffentlichen und privaten Daten in der Energiewirtschaft voranzubringen. Gleichzeitig untersucht das Projekt auch die technischen Optionen digitaler Technologien.

Die Herausforderung einer öffentlichen Datenplattform zur Visualisierung von CO2-Emissionen liegt darin, gleichzeitig sicherzustellen, dass Daten dauerhaft zur Verfügung gestellt und ihre Verwendung sicher nachgewiesen werden kann. Auch die Qualität der Daten ist für das Potenzial angeschlossener Geschäftsmodelle entscheidend. Vor diesem Hintergrund werden nachhaltige Anreizsysteme immer wichtiger, um z. B. wirtschaftlich orientierte Akteure dazu zu bewegen, digitale Informationen anzubieten. Um hier geeignete Lösungen zu entwickeln, setzt das Future Energy Lab auf den Austausch mit den beteiligten Akteuren.

Prozess gemeinsam gestalten

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Foto: Fatih on Unsplash