Datenraum in Aktion
Interaktiver Datenraum: Datenflüsse neu gedacht
Mit dem Fortschritt der Energiewende und einer wachsenden Anzahl dezentraler, erneuerbarer Energieanlagen steigt der Koordinationsbedarf innerhalb des Energiesystems. Diese Anlagen erzeugen eine Fülle von Daten, die für verschiedene Akteure der Energiewirtschaft relevant sind. Gleichzeitig ermöglichen intelligente Messsysteme (Smart Meter) eine immer präzisere Erfassung und Übermittlung von Erzeugungs- und Verbrauchsdaten der Endkundinnen und Endkunden. Die daraus resultierende Transparenz schafft nicht nur einen Mehrwert für das Energiesystem als Ganzes, sondern bildet auch die Grundlage für neue, datenbasierte Geschäftsmodelle.
Doch die heterogene und fragmentierte Akteurslandschaft der Energiewirtschaft stellt hohe Anforderungen an einen sicheren und souveränen Datenaustausch. Im Projekt Use Case Energie zum Aufbau des Dateninstituts wurde daher ein spezifischer Datenraum entwickelt, der den Anforderungen und Bedarfen der Energiewirtschaft gerecht wird. Dieser Energiedatenraum ermöglicht es den Beteiligten, Daten effizient, souverän und vertrauensvoll auszutauschen – ohne zentrale Datenspeicherung. Stattdessen verbleiben die Daten dezentral bei den jeweiligen Verantwortlichen. Über klar definierte Zugriffsrechte wird festgelegt, wer auf welche Daten zugreifen darf und damit den Datenaustausch – im Sinne eines Pull-Prinzips – auslösen kann.
Der Datenraum vermeidet Datensilos und stellt über die Rechtevergabe sicher, dass nur berechtigte Akteure Zugriff auf die jeweils relevanten Daten erhalten. Die folgende interaktive Grafik zeigt Schritt für Schritt, wie sich Datenaustauschprozesse durch den Einsatz eines Datenraums verändern und welche datenbasierten Services auf dieser Grundlage entstehen können.
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